
← Blick in die Bibel4 sep · 13 min
Was darf sich verändern? - Gespräch mit Katharina Sichla
Katharina Sichla sammelt die schönen Momente ihres Lebens – auf kleinen Zetteln in einem Glas. Ob eine kühle Cola, ein gutes Gespräch oder eine kleine Begegnung im Alltag: Für die leitende Redakteurin des St. Michaelsbundes in München ist Dankbarkeit ein Weg, den Blick immer wieder auf das Positive zu richten. Gleichzeitig weiß sie: Zum Leben gehören auch die traurigen Dinge. Im Evangelium geht es an diesem Freitag um neuen Wein und neue Schläuche – und damit um die Frage, was passiert, wenn Neues auf Bewährtes trifft und wie wir mit dieser Herausforderung im Sinne Jesu umgehen sollten.Katharina Sichla erzählt, warum sie bei Veränderungen zunächst einmal neugierig bleiben und nicht sofort bewerten möchte. Und sie spricht darüber, was das für die Kirche bedeutet – auch mit Blick auf ihre Erfahrungen mit dem Synodalen Weg der Katholischen Kirche. Einander zuzuhören, ist aus ihrer Sicht schon ein erster, wichtiger Schritt.Was kann bleiben – und was muss sich verändern? Reinhören und mitdenken!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sagten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten zu Jesus: Die Jünger des Johannes fasten und beten viel, ebenso die Jünger der Pharisäer; deine Jünger aber essen und trinken. Jesus erwiderte ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; in jenen Tagen werden sie fasten. Und er erzählte ihnen auch noch ein Gleichnis: Niemand schneidet ein Stück von einem neuen Kleid ab und setzt es auf ein altes Kleid; denn das neue Kleid wäre zerschnitten, und zu dem alten Kleid würde das Stück von dem neuen nicht passen. Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche; er läuft aus, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein muss man in neue Schläuche füllen. Und niemand, der alten Wein getrunken hat, will neuen; denn er sagt: Der alte Wein ist besser. (Lk 5,33-39)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)