
← Blick in die Bibel3 sep · 13 min
Du bist die Bibel, die die Menschen lesen werden - Gespräch mit Katharina Sichla
Was bleibt, wenn alle Anstrengungen scheinbar nichts bringen? Im Evangelium haben Petrus und seine Gefährten die ganze Nacht gearbeitet – ohne Erfolg. Katharina Sichla entdeckt darin eine tröstliche Botschaft: Der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab, was er leistet. Auch sie kennt den beruflichen Druck, am Ende eines Tages das Gefühl zu haben, nicht genug geschafft zu haben. Vertrauen kann helfen, sich trotzdem noch einmal auf etwas Neues einzulassen. Und „Nachfolge“ muss für Katharina nicht gleich bedeuten, alles stehen und liegen zu lassen. Sie zeigt sich vielmehr im Alltag: darin, wie wir mit anderen umgehen und welche Entscheidungen wir treffen.Eine Folge über Leistung, Vertrauen und gelebte Werte – jetzt reinhören in „Blick in die Bibel“!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit, als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach. (Lk 5,1-11)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)