
← Speziell anders21 Aug · 37 min
Die Ninja-Woche: Familienalltag im Schwierigkeitsgrad „Alltagswahnsinn hoch zwei“
Eine Ninja-Woche ist bei uns fast schon Normalität: Termine tauchen aus dem Nichts auf, Sonderaufträge vermehren sich heimlich über Nacht und der Zeitplan besitzt ungefähr die Stabilität eines Wackelpuddings im Schleudergang. Pausen gelten als seltene Fabelwesen, und Erholung wird vorsorglich auf „irgendwann später“ verschoben.
Während andere Familien ihren Alltag organisieren, absolvieren wir nebenbei eine Mischung aus Hindernislauf, Improvisationstheater und Geheimmission. Jede Person jongliert Termine, Reize, vergessene Brotdosen und mindestens eine Aufgabe, von der gestern noch niemand wusste. Durchhalten ist dabei unsere inoffizielle Superkraft – nicht etwa, weil Ausruhen verboten wäre, sondern weil im ganzen Trubel jede und jeder gebraucht werden möchte und sich sonst womöglich nutzlos fühlt. Die eigentliche Ninja-Kunst besteht deshalb darin, auch Pausen als wichtigen Familienauftrag anzuerkennen: Wer kurz auftankt, ist nicht untätig, sondern bereitet professionell die nächste Rettungsaktion vor.