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043 Honig verkaufen rechtlich: was du wirklich wissen musst

043 Honig verkaufen rechtlich: was du wirklich wissen musst18 aug27 min

Ein falsches Etikett ist schnell gedruckt und genauso schnell eine Abmahnung wert. Markus Habermehl nimmt sich in dieser Honigraum-Folge die rechtliche Seite des Honigverkaufs vor: was aufs Glas muss, was typische Fehler sind, und eine brandaktuelle Änderung, die seit Juni 2026 gilt.

Die Pflichtangaben zuerst: die Verkehrsbezeichnung (Honig oder besser die genaue Sorte), Name und volle Anschrift, die Nettofüllmenge, das Ursprungsland ausdrücklich benannt, das Mindesthaltbarkeitsdatum, bei Bedarf eine Loskennzeichnung, und ein Aufbewahrungshinweis. Klingt nach Formalität, ist aber genau da, wo Markus die häufigsten Fehler sieht: eine falsche Sortenbezeichnung, obwohl die Tracht gar nicht überwiegend von der genannten Pflanze stammt, eine fehlende volle Adresse, oder die Annahme, die eigene Anschrift würde die Herkunftsangabe schon mit abdecken. Tut sie nicht, die Herkunft muss explizit dastehen.

Beim Mindesthaltbarkeitsdatum gilt: "Mindestens haltbar bis …" muss ausgeschrieben sein, die Abkürzung MHD reicht nicht. Als Imker legst du das Datum selbst fest, vorausgesetzt Lagerung und Wassergehalt stimmen, der Deutsche Imkerbund empfiehlt zwei Jahre als Richtwert.

Genauso wichtig sind die Verbote: keine Heilversprechen, keine krankheitsbezogenen Aussagen, keine irreführenden Angaben wie "zuckerfrei" oder "kaltgeschleudert". Das ist die klassische Abmahnfalle, und Markus zieht hier eine klare Linie, egal wie harmlos eine Formulierung klingt.

Und dann die brandaktuelle Änderung: Seit dem 14. Juni 2026 gelten verschärfte Herkunftsregeln für Mischhonig aus mehreren Ländern, alle Anteile müssen jetzt prozentual und sichtbar auf der Vorderseite stehen. Für deinen eigenen deutschen Honig ändert sich dadurch nichts, du gibst weiter einfach "Deutschland" als Ursprung an.

Zum Schluss ein praktischer Rat, den viele erst denken, wenn es zu spät ist: Dokumentiere deine Chargen, und teste dein Etikett auf Wasserfestigkeit, bevor du eine ganze Serie druckst.

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