Blick in die Bibel

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"Ja, ich bete" - Gespräch mit Marie Euteneuer

"Ja, ich bete" - Gespräch mit Marie Euteneuer7 okt10 min

Für Marie Euteneuer, theologische Referentin im Katholischen Gemeindeverband Düsseldorf, ist das Vaterunser ein Gebet, das sie seit ihrer Kindheit begleitet. Besonders faszinierend findet sie, dass es das Große und das Kleine des Lebens miteinander verbindet: „Dein Reich komme“ steht neben der ganz konkreten Bitte um das tägliche Brot. Das Vaterunser ist für sie zugleich Dank-, Bitt- und Heiligungsgebet und so universell, dass so viele Menschen sich darin wiederfinden können. Beten bedeutet für Marie Euteneuer dabei nicht nur, vorgefertigte Gebete zu sprechen. Vielmehr geht es darum, mit Gott im Gespräch zu sein und die eigenen Gedanken und Sorgen vor ihn zu bringen. Auch in ihrer Familie hatte das Gebet seinen festen Platz – beim Essen, vor dem Schlafengehen oder vor einer Reise. Für sie ist Beten vor allem Beziehung: Das Gebet gibt ihr die Möglichkeit, zu erfahren, dass sie mit dem, was sie bewegt, nicht allein ist.Aus dem Evangelium nach Lukas:Jesus betete einmal an einem Ort; als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat! Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen! Und erlass uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung! (Lk 11,1-4)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)