
← Kopf Hoch - Technologien im Griff und nicht im Weg19. Juni · 43 Min.
"Maximal inkonsequent" die Folge über Doppelmoral bei der Smartphone-Nutzung.
In dieser Folge von „Kopf hoch“ sprechen wir über Doppelmoral im Umgang mit Technologien und Medien. Ausgangspunkt ist die Frage, wie wir als Erwachsene über sinnvolle Mediennutzung sprechen, obwohl wir selbst oft nicht konsequent danach handeln.
Wir greifen auf, dass sich der Vorwurf der Doppelmoral nicht nur auf Kinder bezieht, sondern auch auf den eigenen Anspruch gegenüber anderen Erwachsenen. Wir sprechen darüber, dass zwischen dem, was wir für sinnvoll halten, und dem, was wir im Alltag tatsächlich tun, oft eine Lücke besteht.
Ein zentrales Thema sind die Mechanismen digitaler Plattformen. Wir beschreiben, wie Instagram, YouTube oder ähnliche Dienste Verhaltensmuster verstärken und es schwer machen, rechtzeitig aufzuhören. Dabei erzählen wir auch von eigenen Erfahrungen mit ständigem Checken von Likes, Hörerzahlen und Feeds.
Wir sprechen außerdem darüber, dass viele Menschen sich schämen, offen über diese Schwierigkeiten zu reden. Die Frage, ob das schon Sucht ist oder nicht, bleibt offen. Gleichzeitig betonen wir, dass die Verantwortung nicht nur beim Einzelnen liegt, sondern auch bei den Plattformen und ihren Geschäftsmodellen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Mediennutzung im Familienalltag. Wir erzählen, wie schwierig es ist, Regeln durchzuhalten, wie oft Medien den Alltag durchziehen und wie entlastend sie in manchen Momenten trotzdem sind. Wir schildern auch, dass gemeinsame Mediennutzung mit Kindern möglich und schön sein kann, aber oft nur mit viel Aufwand.
Zum Schluss sprechen wir darüber, dass politische Debatten aus unserer Sicht häufig am eigentlichen Problem vorbeigehen. Statt nur über Verbote oder individuelle Selbstdisziplin zu reden, geht es für uns auch um die Rechte von Kindern, Eltern und Familien. Als nächstes wollen wir unsere Bildschirmzeit eine Woche lang ehrlich tracken und in der nächsten Folge darüber sprechen.