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Vladimir Jurowski dirigiert Denissow, Vieru und Rachmaninow
Uneingeschränkt sein
Einmal alles ausprobieren, Farben, Formen, Techniken – das wollte der deutsche Maler Daniel Richter in dem nebenstehenden Bild. Daniel Richters Kunstwerke begleiten uns durch die gesamte Saison 2026/2027.
Das Eröffnungskonzert bietet sogleich die Möglichkeit, Korrespondenzen „zwischen abstrakter Malerei und Musik“ (Edison Denissow, 1970) zu erkunden. Denissow, ein Freund und Weggefährte von Schnittke und Gubaidulina in der früheren UdSSR, bereitet mit seinem fein ausgeleuchteten Orchesterwerk „Peinture“ den Boden für die filigrane Sinfonie (1973) des jüdisch-rumänischen Künstlers Anatol Vieru, der 2026 einhundert Jahre alt geworden wäre – „Herzrasen“, „Psalm“ und „Ungezügelte Melodie“ sind die Sinfoniesätze überschrieben.
Nicht opulent genug kann es klingen in Sergei Rachmaninows „Glocken“. Menschliche Stationen, von der Geburt über die Hochzeit, die Stürme des Lebens bis hin zum Tod finden dort ihren Widerhall.