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Mobbing, Militär und Megawatt: Grünen-Chefin Lisa Mazzone über Bundesrat Rösti, Wettrüsten, Drohbriefe und FDP-Wurzeln
Sie verbringt ihre Ferien am liebsten am Walensee, hat einen italienischen Pass, wuchs als Tochter von Naturwissenschaftlern auf, studierte trotzdem Literatur und findet, dass die Reichen stärker zur Kasse gebeten und Waffenexporte gestoppt werden sollten. Die ehemalige Genfer Ständerätin Lisa Mazzone ist seit 2024 Präsidentin der Grünen Partei der Schweiz und zu Gast bei Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli. Mazzone erzählt, wie sie mit Hasskommentaren und stinkenden Botschaften in ihrem Briefkasten umgeht und weshalb sie überzeugt ist, dass Frauen in der Politik härter angegriffen werden als Männer. Mazzone wirft Bundesrat Albert Rösti Lobbypolitik vor, verteidigt ihre Forderung nach einem Ausstieg aus fossilen und nuklearen Energien und erklärt, warum sie trotz aller Widerstände am Ziel von hundert Prozent erneuerbarer Energie festhält. Balzli hält ihr entgegen, dass ihre Forderungen nach einem gratis Halbtax-Abo oder einem Staatssekretariat für Klimapolitik selbst im linken Lager auf Ablehnung stossen. Zum Thema Sicherheitspolitik erklärt Mazzone, warum sie die Aufrüstung der Schweizer Armee kritisch sieht, gleichzeitig aber die Ukraine unterstützt wissen will, und wieso sie in Rohstoffhandel und Diplomatie unterschätzte Hebel sieht. Persönlich wird es, wenn Mazzone vom frühen Tod ihrer Mutter erzählt, von ihrem verstorbenen Bruder und wie diese Erlebnisse sie nach eigener Aussage « stärker» gemacht haben. Zum Schluss verrät sie ihren grössten privaten Traum: möglichst viele Sprachen zu sprechen.
Gast: Lisa Mazzone, Präsidentin Grüne Partei Schweiz
Host: Beat Balzli
Produktion: Tonya Rupp
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