
← Terra X History - Der Podcast8. Okt. · 1 Std. 09 Min.
Geschichte der Erinnerungskultur
Kann das weg? Oder muss das ins Museum? Eine Frage, die wir uns heute oft stellen. Und auch ein Blick in die Geschichte zeigt: die Menschen wollten zu allen Zeiten nachfolgende Generationen etwas hinterlassen: Ihre Geschichten, ihre Taten, ihr Wissen, ihre Traditionen. In der Frühzeit bemalten Jäger und Sammler Höhlenwände. Die Römer in der Antike prägten Münzen oder ließen Inschriften in Bauwerke meißeln. Später hielt man die Erinnerungen in Büchern oder Pergamenten fest. Erklärte bestimmte Tage zu Gedenk- oder Feiertagen, baute Archive, Bibliotheken und Datenbanken auf. Doch Erinnern ist untrennbar mit Vergessen verbunden. Und manchmal werden Erinnerungen auch bewusst getilgt, wie in der römischen Antike das Vermächtnis unliebsamer Kaiser oder heutzutage durch das Entfernen von Statuen und Denkmälern, zum Beispiel der Kolonial- oder Diktaturgeschichte. Ein Podcast über unser kollektives Gedächtnis, warum Erinnern und Vergessen zu allen Zeiten wichtig war und die Frage: Was bleibt in unserer digitalen Welt von unseren Erinnerungen einmal übrig?
Interviewpartner*innen:
Stefan Hördler
Harriet I. Flower
Hannah Monyer
Martin Sabrow
Torkel Wächter
Manfred Wichmann
Literatur:
Assmann, Aleida (1999): Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses. München: C.H. Beck.
Assmann, Aleida (2013): Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur. Eine Intervention. München: C.H. Beck.
Assmann, Aleida (2016): Formen des Vergessens. Göttingen: Wallstein Verlag.