
← Der YeahFußball-Podcast27 aug · 18 min
Die chaotischste Trainersuche des DFB
Nach dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus bei der WM 1998 gegen Kroatien und der blamablen Malta-Reise tritt Berti Vogts als Bundestrainer zurück. Was folgt, ist eine der chaotischsten Trainersuchen in der Geschichte des DFB.
Jupp Heynckes sagt ab, zahlreiche Namen werden gehandelt – und plötzlich bringen Günter Netzer und Franz Beckenbauer Paul Breitner ins Spiel. Der ehemalige Weltmeister und bekennende Fußball-Rebell soll die Nationalmannschaft übernehmen.
Am 8. September 1998 sagt Breitner zu. Er will die Nationalelf als eine Art „Konkursverwalter“ für neun bis zwölf Monate übernehmen, ohne Vertrag und ohne Bezahlung. Doch am nächsten Tag erscheint in der Münchener Abendzeitung ein Interview, in dem Breitner nicht gerade zurückhaltend mit der DFB-Führung abrechnet. Plötzlich ist der Traum vom Bundestrainer vorbei.
17 Stunden nach seiner Zusage ist Paul Breitners Amtszeit schon wieder Geschichte.
Eine Geschichte über Chaos, Egos, eine gescheiterte Revolution – und den vielleicht kürzesten Bundestrainer der deutschen Fußballgeschichte.