
← Die Neuen Zwanziger23 Aug · 16 min
Sommersalon: Uli Siegmund, Dobrindts Geheimdienstreform, die Maschinen und der Fernsehgarten
Wolfgang und Stefan treffen euch in Frankfurt
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Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de
Vollständige Shownotes mit allen Quellen: https://smalltalk.neuezwanziger.de/t/715
Der Sommersalon 2026, aufgezeichnet am 22. August im Saalbau Bornheim in Frankfurt vor über 600 Zuschauern. Wolfgang hat ein vierstündiges Podcast-Interview des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund durchgearbeitet, Stefan nimmt die beschlossene Nachrichtendienstreform auseinander, und zum Schluss geht es in den ZDF-Fernsehgarten.
00:00:00 Begrüßung
Stefan und Wolfgang eröffnen den Abend aus dem Saalbau Bornheim und gehen die Themen durch. Als nächste Salon-Lektüre kündigen sie Tom Krebs' „Kapital und Krise" für Mitte September an.
00:09:48 Ulrich Siegmund
Wolfgang spielt Ausschnitte aus dem vierstündigen Gespräch, das der AfD-Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt dem Podcast „ungeskriptet" von Ben Berndt gegeben hat — Ausschnitte, in denen kaum eine radikale Position vorkommt: Auf einen Stinkefinger kämen 500 bis 800 erhobene Daumen, alle machten Fehler, mit einzelnen Grünen und Linken könne man ein Bier trinken. Wolfgangs Lesart: Die AfD fährt zweigleisig, Hetze auf der einen und Wohlfühlton auf der anderen Seite, und beide Seiten stecken in derselben Wählerperson. Stefan hält Siegmund für AfD-untypisch — halb so alt wie das übliche Personal, mit einem Lob auf Markt und Freiheit. Zum Programm nennt Siegmund Einsparungen von 300 bis 600 Millionen Euro, um beitragsfreie Kindergärten und kostenloses Schulessen zu finanzieren; Wolfgang bezeichnet das als klassisch sozialdemokratische Politik.
01:03:21 Die Geheimdienstreform
Stefan spielt Christian Sievers' Anmoderation im „heute journal" zum Kabinettsbeschluss über die Nachrichtendienste ein, in der die Trennung von Polizei und Geheimdienst als Konsequenz aus Gestapo und Nazizeit erklärt wird. Das von Innenminister Alexander Dobrindt vorgelegte Paket begründet Kanzleramtsministerin Nina Warken mit hybriden Angriffen; künftig darf der BND Systeme hacken und der Verfassungsschutz im Einzelfall Wohnungen durchsuchen. Stefans Linie: Es entstehen keine neuen Befugnisse, bestehende wandern von der Polizei zu den Diensten — und für die Polizei in Sachsen-Anhalt könnte künftig Siegmund zuständig sein. Aus einem Deutschlandfunk-Podcast folgen Passagen mit Falk Steiner und Marcus Pindur; Wolfgang hält dagegen, dass ihm das gegenwärtige Personal an diesen Hebeln bereits reicht.