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← Fernsehpodcast19 May · 3 h 09 min

Kanzler Spahn

Kanzler Spahn19 May3 h 09 min

Stefan und Mick besprechen die Nachrichtenwochen

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<h2 id="000000kiundaltemnner">00:00:00 KI und alte Männer</h2>

<p>Zum Auftakt laufen mehrere Clips: Roland Emmerich kündigt einen komplett KI-produzierten Film für 30 bis 40 Millionen statt 300 Millionen an und bezeichnet Skepsis gegenüber KI als „feindliche Haltung", ein älterer Handwerker erklärt, Frauen sollten keine 40-Kilo-Mörtelsäcke schleppen, weil sie „noch ein Kind gebären" sollten, woraufhin im Clip eine Malermeisterin aus Göttingen widerspricht. Stefan und Mick stellen fest, dass sie noch nie so viele absurde Männerauftritte im Fernsehen gesehen hätten, und Mick zweifelt, ob Emmerichs Kostenversprechen einzuhalten sei, da in Hollywood ein hoher Filmpreis längst Marketingargument an sich sei. Stefan fügt hinzu, er würde mit dieser Wette nicht zu Polymarket gehen, weil am Ende ohnehin „alle Roland Emmerich" seien.</p>

<h2 id="000342soziologieundquatsch">00:03:42 Soziologie und Quatsch</h2>

<p>Stefan erzählt, er habe jahrelang vermieden, Leuten von seinem Studium zu erzählen, und Soziologie meist als „fast wie Zoologie, nur ohne Tiere" abgetan, was er inzwischen für zutreffend halte, wenn er die Abendnachrichten schaut. Er kündigt an, deshalb mitten in einen Clip einzusteigen, in dem es um den Koalitionsstreit gehe.</p>

<h2 id="000556dersozialsystemstreit">00:05:56 Der Sozialsystem-Streit</h2>

<p>Die Tagesthemen greifen eine Aussage von Arbeitsministerin Bärbel Bas auf, die in der Regierungsbefragung gesagt hatte: „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein." Im Beitrag wird diese Aussage als faktisch falsch eingeordnet, und als Belege für die Empörung „im Land" werden Stimmen von Focus Online, Bild und Julian Reichelt (Nius) eingespielt, der von „Mist, einer Lüge" und Zynismus spricht. Stefan argumentiert, gemeint sei offensichtlich, dass niemand wegen der Sozialsysteme einwandere, und nennt es Humbug, Reichelt, Bild und Focus als Stimme „des Landes" zu inszenieren, statt sie zu ignorieren. Mick spricht von einer „kollektiven Psychose", in der man glaube, zu wenig miteinander zu reden, und kritisiert, dass die Tagesthemen einen aus dem Kontext gerissenen Satz aufgreifen, weil sie auf Twitter den vermeintlichen blinden Fleck sähen, und so Nius erstmals als rechenschaftsfähiges Medium behandelten. Stefan ergänzt, mit dieser Logik müsse sich auch die SPD-Spitze zunehmend an Nius andienen, ähnlich wie die CDU sich der AfD annähere, während die ARD damit selbst überflüssig werde.</p>

<h2 id="001520faktengegenemprung">00:15:20 Fakten gegen Empörung</h2>

<p>Stefan stellt der Empörungsdebatte Zahlen entgegen: Die Rentenkasse profitiere von Migranten, da jeder im Schnitt rund 7000 Euro pro Jahr in die Sozialsysteme einzahle, und die migrantische Bevölkerung sei im Schnitt 9,4 Jahre jünger als die deutsche, bei Menschen mit Migrationshintergrund sogar elf Jahre. Er verweist auf den anstehenden Renteneintritt des geburtenstarken Jahrgangs 1964 mit 1,1 Millionen Menschen im Jahr 2029 und darauf, dass mehr als die Hälfte aller Neuanstellungen in Deutschland auf Ausländer entfalle. Mick ergänzt, der einzige Bevölkerungsnettozuwachs in ganz Europa stamme noch aus dieser Form von Einwanderung, und vergleicht die Debatte mit der früheren Diskussion über „Totalverweigerer" beim Bürgergeld: Man rede über eine Gruppe von wenigen Tausend, während eine demografische Schieflage Millionen betreffe. In einem weiteren eingespielten Clip verteidigt Bas ihre Aussage mit dem Hinweis auf den Fachkräftemangel und darauf, dass die Unternehmen jeden bräuchten, der im Land sei und arbeiten könne; Stefan und Mick zitieren zudem eine Reportage von Sarah Tacke über übergewichtige, dep