
← Honigraum30 Jul · 9 min
038 Gelée Royale: die teure Spezialnische der Imkerei
Neben Honig, Wachs und Propolis gibt es ein Bienenprodukt, das kaum ein Hobbyimker je erntet:
Gelée Royale, auch Königinnenfuttersaft genannt. Markus Habermehl nimmt sich in dieser
Honigraum-Folge die Frage vor, ob sich diese Nische für kleine Imkereien überhaupt lohnt.
Biologisch entsteht Gelée Royale in den speziellen Königinnenzellen während der Königinnenzucht
und wird nur in winzigen Mengen produziert. Genau das macht die Ernte extrem arbeitsintensiv: viel
Handarbeit für sehr wenig Ertrag. Dazu kommen hohe Anforderungen an Kühlung, Lagerung und
Hygiene, denn das Produkt ist empfindlich und verdirbt schnell.
Ein Punkt, den Markus besonders betont: Gesundheitsbezogene Werbeaussagen beim Verkauf sind
rechtlich heikel. Wer Gelée Royale als Nahrungsergänzung mit gesundheitlichem Nutzen bewirbt,
bewegt sich schnell auf dünnem Eis.
Sein Fazit fällt nüchtern aus. Für die meisten Hobby- und Nebenerwerbsimker bleibt Gelée Royale
eher eine Liebhabernische als ein tragfähiges Geschäftsmodell. Der Aufwand steht in keinem guten