
← Kernsanierung - ein Podcast zu Paarung und Nestbau16 nov 2025 · 1 h 05 min
Wut und Resignation
Bürokratie, Burnout & Thommys Kabelschule
(eine Folge wie der deutsche Verwaltungsapparat: beginnt harmlos und eskaliert einfach von allein)
Die Folge startet mit einer schlichten Frage:
Warum dauert eine Baugenehmigung in Deutschland so lange wie eine kleine persönliche Eiszeit?
Und ehe man sich versieht, sind Antje & Jens mittendrin im deutschen Bürokratiebiotop – inklusive historischem Abzweig zu Goethe, der als Minister für gefühlt alles so ausgelaugt war, dass er sich mit einer Art früh-modernem Burnout direkt nach Italien verabschiedet hat. Man könnte sagen: Servicewüste Deutschland, Staffel 1.
Mit KI-Unterstützung vergleichen die beiden dann, wie bürokratisch Deutschland im internationalen Vergleich eigentlich dasteht – und stellen fest: Nein, sie sind nicht empfindlich. Deutschland hat einfach ein besonders herzliches, fast zärtliches Verhältnis zu Formularen.
Während Antje zwischen Wut, Ohnmacht und einem vorsichtig hoffnungsvollen Brief ans Ministerium schaukelt, versucht Jens, die Lage mit Humor und Pragmatismus zu entkrampfen. Gemeinsam kommen sie zu einer Erkenntnis, die weniger niederschmetternd und mehr nüchtern-liebevoll ist:
Das Problem sind nicht die Menschen. Es ist das System. Und irgendwas muss sich ändern.
Dann, völlig kernsanierungstypisch, ein eleganter Seitensprung:
Thommy.
Thommy, treuer Hörer, lokale Legende, Mann mit Überraschungsparty und – wie sich herausstellt – Erfinder einer Kabelästhetik, die ihresgleichen sucht. Jens erlebt live die berühmte Kabelschule. Antje erklärt sie spontan zum Kulturgut. Zusammen setzen sie Thommy in dieser Folge ein auditives Denkmal, weil manche Dinge es einfach verdienen.
Kurz bevor Antje sich schließlich ins Arbeitswochenende verabschiedet, wird es noch mal herrlich alltagsnah: