Equidemia Insights

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Die Pferdigkeit des Pferdes

Die Pferdigkeit des PferdesNouveau49 min

In dieser Folge von Equidemia Insights spreche ich darüber, warum ich Pferde nicht über ihre Disziplin, ihr Verhalten oder unsere Trainingsziele definieren möchte. Im Mittelpunkt stehen ihre Biologie, ihre Wahrnehmung und ihre artspezifischen Bedürfnisse. Die zentrale Frage lautet: Was erlebt das Pferd eigentlich wirklich?

Ich verbinde die Konzepte Teleonomie, Allostase und Homöostase sowie Schmerz und Stress und zeige, warum äußere Ruhe oder angepasstes Verhalten nicht automatisch Wohlbefinden bedeuten.

In dieser Folge:

- Jedes Pferd ist zuerst ein Pferd: Warum Zucht, Domestikation und Training seine biologischen Bedürfnisse nicht aufheben.

- Vom Alphawolf-Mythos zum Pferdemythos: Wie Dominanzdenken unsere Vorstellungen von Pferdeverhalten und Training geprägt hat.

- Teleonomie, Affordanzen und Agency: Wie artspezifisches Verhalten, Umweltbedingungen und Handlungsspielräume das Erleben des Pferdes beeinflussen.

- Allostase und chronischer Stress: Warum sich viele kleine Belastungen summieren können und Anpassung ihren Preis hat.

- Brav sein ist kein Wohlbefinden: Warum Compliance und äußere Ruhe keine verlässlichen Belege für geringe Belastung sind.

- Normalverhalten als Referenz: Warum wir wissen müssen, wie Pferde sich unter geeigneten Bedingungen verhalten.

- Training beginnt im Alltag: Wie wir auch beim Putzen, Verladen, Tierarztbesuch und in der Hufbearbeitung mehr Vorhersehbarkeit, Mitgestaltung und Erholung ermöglichen können.