
← Kein Plan von Geschichte8 oct. · 1 h 15 min
KPVG #26 - Hotel Ruanda: Wie ein Luxushotel zur letzten Zuflucht im blutigen Völkermord wurde
In Folge 26 von "Kein Plan von Geschichte" widmen sich Josh und Max den grausamen Ereignissen in und um Kigali im afrikanischen Land Ruanda im Jahr 1994. Was haben ein belgischer Ausweis-Eintrag, ein Swimmingpool als einzige Trinkwasserquelle und eine einfache Telefonleitung nach Brüssel gemeinsam? Sie alle sind zentrale Puzzleteile in einer der unfassbarsten, dunkelsten und gleichzeitig faszinierendsten Überlebensgeschichten des 20. Jahrhunderts.
Während auf den Straßen von Ruanda Hunderttausende Menschen brutal ermordet werden und die UN ihre Truppen fast vollständig abzieht, wird das luxuriöse Hôtel des Mille Collines zur letzten rettenden Festung für 1.268 Geflüchtete. Doch das Überleben sicherte nicht (nur) ein einzelner Held, wie es Hollywoods Blockbuster suggeriert. Es waren knallharte geopolitische und wirtschaftliche Interessen, die das Gebäude schützten: Eine belgische Fluggesellschaft, verzweifelte Anrufe ins Ausland und ausgerechnet ein Funkposten der Täter-Armee im obersten Stockwerk spielten eine fatale Doppelrolle. Max konfrontiert Josh in einer ernsten, aber gewohnt spannenden Folge mit den politischen Abgründen, dem unfassbaren Mut des Captain Mbaye Diagne und der finalen Frage: Wer hebt eigentlich noch ab, wenn es um Leben und Tod geht?