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Die Kunst der Neutralität #2 - Interview mit Pascal Lottaz

Die Kunst der Neutralität #2 - Interview mit Pascal Lottaz5 oct.21 min

Die Schweiz hat abgestimmt. Rund 70 Prozent der abgegebenen Stimmen am 27. September sagten „nein“ zu einer echten und strikten Neutralität. Der Schweizer Neutralitätsforscher und Neutralitätsbefürworter Professor Pascal Lottaz kommentierte dies wie folgt auf seinem Youtube-Kanal „Neutrality Studies“ (https://www.youtube.com/@NeutralityStudiesDE/videos):

„Die Gegner der Neutralitätsinitiative haben behauptet, es handle sich nicht um eine Neutralitätsinitiative sondern um ein Pro-Putin-Referendum. Sie haben die ganze Angelegenheit völlig umgedeutet. Und sie haben das erfolgreich getan, um zu behaupten, die Menschen, die diese Initiative befürworten, seien in Wahrheit allesamt Putin-Fans und wollten schmutzige Geschäfte mit den Russen machen.“

Anti-russische und Anti-Neutralitäts-Propaganda sind zu einer wahren Pandemie geworden in Europa. Warum Neutralität wichtig ist und den Staaten mehr Vorteile brächte, gerade jetzt, wo sich eine unipolare Welt hin zu einer multipolaren Welt wandelt, erklärt Pascal Lottaz im 2. Teil dieser Interview-Reihe.

Zunächst beschäftigte unseren Autor Jonny Rieder folgendes: Nach der Auflösung der Sowjetunion und des Warschauer Pakts gab es die große Chance für Neutralität und Frieden. Doch die einzige verbliebene Großmacht USA entschied sich, der Welt ihre Bedingungen zu diktieren. Warum bemühten sich nach 1989 so wenige Staaten um Neutralität? Wie man aktuell in Europa und im Nahen Osten sieht, schaden Bündnisse mehr als sie nützen … Wird es künftig wieder mehr Neutralität geben?

Foto: Pascal Lottaz

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