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134 Doctolib
134 DoctolibDoctolib mit VoiceOver auf dem iPhone: So findest du als Blinder oder Sehbehinderter Ärztinnen, Ärzte und freie Termine und buchst sie barrierefrei per App, auch in Westsachsen, wo Termine knapp sind.Kaum ein Thema hat die Community vorab so gespalten wie die Termin-App Doctolib. Die einen freuen sich, dass Jockl die App endlich vorstellt. Die anderen warnen, dass hier wieder Daten gesammelt werden, und man könne doch einfach in der Praxis anrufen. Joachim Schulze „Jockl“ hält dagegen: In Westsachsen telefonierst du dich oft tagelang durch die Region und stehst am Ende ohne Termin da. Viele Ärztinnen und Ärzte gehen in den Ruhestand, Praxen werden nicht weitergeführt, und viele nehmen niemanden mehr auf. Mit Doctolib siehst du sofort, ob und wann der nächste Termin frei ist. Du schreibst der Praxis Nachrichten, wann es dir passt, und bestellst Folgerezepte, auch am Wochenende. Seit anderthalb Jahren erledigt Jockl so fast alles mit seiner Hausarztpraxis, und die Praxis spart sich Telefonzeit für andere Patienten.In der Live-Demo auf dem iPhone zeigt Jockl, wie gut VoiceOver eingebunden ist. Die App startet nur mit Face ID oder Gerätecode. Es gibt fünf sauber beschriftete Registerkarten (Startseite, Termine, Gesundheit, Nachrichten, Konto), und Überschriften und Orientierungspunkte lassen sich mit dem Rotor anspringen. Die Z-Geste greift meist nicht, du brauchst also die Vier-Finger-Gesten für Bildschirmanfang und -ende. Jockl sucht einen Zahnarzt, grenzt den Ort ein und prüft, welche Versicherungen die Praxis annimmt. Er zeigt, woran du erkennst, dass die Online-Buchung nur für Bestandspatienten gilt. Dann wählt er die Terminart (nicht wählbare Arten sind grau dargestellt) und das Datum und geht die freien Slots bis zur Bestätigung durch. Er bricht bewusst vor dem letzten Schritt ab, um keinen Termin zu blockieren.Auch die Schattenseiten kommen vor: Es gibt Werbung und Gesundheitstipps, die du in den Mails abbestellen kannst. Die Krankengeschichte in der App zu hinterlegen, ist freiwillig. Am Ende erzählt Jockl, wie er über Doctolib eine Augenärztin gefunden hat, obwohl es in seiner Nähe kaum noch Augenärzte gibt, die neue Patienten aufnehmen. Er hat einen Termin bekommen, das Rezept geholt, fertig. Sein Fazit: So ein System sollte für alle Praxen verpflichtend sein und gefördert werden. Zum Schluss weist er auf die Woche des Sehens in Plauen hin.Was du in dieser Folge mitnimmst:· Du siehst in Doctolib sofort, ob und wann eine Praxis freie Term