Studium und dann?

← Studium und dann?31 juil. · 25 min

Wenn der Funke der Technikbegeisterung überspringt: Daniel Tamanini über seine Arbeit als Dozent im Bereich Elektrotechnik und die Wichtigkeit inspirierender Mentoren

Wenn der Funke der Technikbegeisterung überspringt: Daniel Tamanini über seine Arbeit als Dozent im Bereich Elektrotechnik und die Wichtigkeit inspirierender Mentoren31 juil.25 min

Präsentationen über Human-Machine-Interfaces ausarbeiten, sein Team koordinieren und dazwischen Anrufe von Kunden, die dringend Unterstützung dabei benötigen, wie man die Probleme in ihrer elektronischen Fertigung beheben kann: Das ist der Alltag von Daniel Tamanini. Er arbeitet als technischer Direktor bei Chip 1 Exchange, einem Hersteller und Vertreiber elektronischer Bauelemente. Hier leitet er Teams in den Bereichen Analytik, elektrischen Tests und Materialanalysen von Bauteilen. Seine Abteilung arbeitet buchstäblich an allem, was Strom braucht: vom Haushaltstoaster über Displays in Luxusfahrzeugen bis hin zu Bauteilen für die Luftfahrt.

Nebenbei steht Daniel regelmäßig im Hörsaal. An der Hochschule Darmstadt, wo er auch selbst studiert hat, ist er heute in den Bereichen Ausfall- und Fehleranalyse sowie Elektrotechnik und Signalverarbeitung als Dozent tätig. Die Lösungen, die er dort mit Studierenden entwickelt, finden manchmal kurz darauf in seinem Unternehmen Verwendung. Das ist einer der vielen Verbindungspunkte zwischen seinen beiden Tätigkeiten, von denen Daniel im Podcast berichtet.

An der Hochschule Darmstadt schloss er zunächst sein Diplom in Automatisierungs- und Informationstechnik ab und schrieb seine Abschlussarbeit über einen Datenlogger für die Langzeitkonservierung elektronischer Bauteile. Dieses Projekt entwickelte er von Grund auf selbst, programmierte es und nahm es schließlich in Betrieb. Das Ergebnis war so überzeugend, dass er kurz über eine Patentanmeldung nachdachte, wie er mit einem Augenzwinkern erklärt. Anschließend begann er den Master in Elektrotechnik, ebenfalls an der Hochschule Darmstadt, dieses Mal berufsbegleitend.

Die Möglichkeit zum berufsbegleitenden Masterstudium ergab sich für Daniel durch die Wirtschaftskrise von 2008, durch die er bei seinem damaligen Arbeitgeber eine Zeit lang weniger zu tun hatte und die ihm so neben dem Job Kapazitäten ließ. Kurz darauf übernahm er parallel zum Studium allerdings Personalverantwortung und verbrachte weit mehr als 40 Stunden pro Woche im Büro. Im Interview erzählt er, wie er die intensive Zeit seines berufsbegleitenden Studiums erlebt und was er damals neben allen fachlichen Inhalten auch für sein Leben im Allgemeinen gelernt hat.

Den jungen Menschen, die diesem Podcast zuhören, gibt Daniel mit auf den Weg: Sucht euch ein Studium und einen Job, die euch Spaß machen, und zwar so sehr, dass ihr auch noch in vielen Jahren gerne zur Arbeit geht. In diesem Kontext erklärt er,