Think Different. Think AI.

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AI SlowDown

AI SlowDown29 août55 min

Keine Gäste, dafür zwei Hosts mit reichlich Redebedarf. Der Anlass ist ein Interview, das Sam Altman am Aufnahmetag gegeben hat. Darin räumt der OpenAI-Chef ein, dass seine Prognosen aus der Zeit nach GPT-4 zu schnell waren. Der Umbau der Arbeitswelt kommt später als angekündigt. Bemerkenswert ist die Begründung: Schuld sind demnach nicht die Labore, sondern Gesellschaft und Wirtschaft, die sich zu langsam bewegen und zu statisch sind. Im selben Atemzug findet Altman die Verzögerung auch gut, weil Regierungen so mehr Zeit für Regulierung und Fragen wie das bedingungslose Grundeinkommen bekommen.

Jens liest das anders. Wenn die Welt die vorhandenen Modelle ohnehin nicht schnell genug in Arbeitsweisen übersetzt, bringt es kein Geld, weitere hinterherzuschieben. Der Rückzieher wäre dann weniger Einsicht als Erwartungsmanagement Richtung Investoren, verpackt als Verantwortungsbewusstsein. Mark steuert eine Beobachtung aus der Smartphone-Welt bei: Beeindruckende Funktionen erscheinen, und drei, vier Jahre später laufen dieselben Menschen mit denselben Geräten herum. Aufmerksamkeit erzeugen neue Emojis. Genau deshalb sind Hersteller dazu übergegangen, wichtige Sicherheitsupdates gemeinsam mit Emoji-Erweiterungen auszuliefern.

Aus dieser Beobachtung wird die größere Frage der Folge. Jens hat einen Text gelesen, der nicht fragt, ob der Einzelne mit dem Wandel mitkommt, sondern wofür ein Staat seine Bürger überhaupt noch braucht, wenn Verwaltung, Wirtschaft und Exekutive weitgehend automatisiert laufen. Die Antwort führt in Gebiete, die nach Science-Fiction klingen und es nicht mehr sind. Bewaffnete Robotik ist im Ukraine-Krieg auf beiden Seiten im Einsatz, Polizeidrohnen sind aus China dokumentiert, und die Bewertung des Roboterherstellers Unitree hat gerade neue Höhen erreicht. Mark warnt davor, dabei nur an humanoide Formen zu denken: Die Evolution hat für unterschiedliche Aufgaben unterschiedliche Körper hervorgebracht, und die Fabrik wird auch künftig den Roboterarm behalten statt eines Humanoiden mit Schweißgerät.

Dazu kommen Fragen, die sich schlecht wegdelegieren lassen. Das bekannte Gedankenspiel zum autonomen Fahren bekommt eine neue Schärfe, wenn ein System die Social-Media-Profile der Beteiligten in die Abwägung ziehen könnte. In chinesischen Kinderzimmern stehen nach den Zahlen der Folge rund 20 Millionen Gadgets mit KI, und Kinder bauen Beziehungen zu sprechenden Kuscheltieren auf, deren Stecker irgendwann jemand zieht. Für Mark ist der Einschnitt