Chlorgesänge

← Chlorgesänge30 Sept · 36 min

Folge 173: Der Geschmack der Donau

Folge 173: Der Geschmack der Donau30 Sept36 min

<p>In 60 Tagen 2.600 Kilometer durch 10 Länder schwimmen - das ist wohl für die meisten von uns völlig unvorstellbar. Der Extremschwimmer Joseph Heß aus Dresden hat das gemacht - (fast) von der Quelle der Donau bis zum Schwarzen Meer. </p><p>Gestartet ist Joseph am 4. Juli durch den zweitlängsten und zweitgrößten Fluss in Europa. Für den 39jährigen war das aber nicht das erste Mal, dass er sich <a href="https://www.spiegel.de/sport/extremschwimmer-joseph-hess-durchschwimmt-die-donau-von-der-quelle-bis-zur-muendung-a-cf92965c-8e5a-469f-8ca6-41b91fcf6b43" target="_blank" rel="ugc noopener noreferrer">einer solchen Herausforderung</a> stellt: 2016 hat der promovierte Wirtschaftswissenschaftler bereits die Straße von Gibraltar durchquert, 2017 ist er 620 Kilometer die Elbe entlang geschwommen - also quasi auch an seiner Haustür vorbei - 2022 hat er es dann mit dem Rhein aufgenommen, das waren dann schon 1300 Kilometer.</p><p>Damit will er längst nicht mehr nur beweisen, was man alles schaffen kann - Joseph geht es auch darum zu zeigen, dass wir mehr Bewusstsein für den Gewässerschutz entwickeln müssen. Das hat er beim Schwimmen durch die Donau auch selbst ganz hautnah erfahren: Unfassbar viel Schrott liegt in dem Fluss, sodass er vor allem dort, wo der <a href="" target="_blank" rel="ugc noopener noreferrer">Wasserstand niedrig </a>war, sehr aufpassen musste, nicht daran hängen zu bleiben. In Belgrad, wo das Abwasser ungefiltert in die Donau geleitet wird, schwamm er durch Fäkalien und anderen Dreck. Bloß nicht aus Versehen einen Schluck Wasser nehmen!</p><p>Diesen Teil <a href="https://josephhess.de/strecke/" target="_blank" rel="ugc noopener noreferrer">der Strecke </a>hat er zum Glück ziemlich unbeschadet überstanden - bis auf eine Infektion des Ohres, die ihm dann am Ende doch ziemlich zu schaffen gemacht hat. Und der Fußpilz, der erst danach richtig abheilen konnte. Wundgeriebene Stellen durch den Neopren-Anzug sind dagegen für ihn nicht weiter wild - „Ich hab jetzt drei Narben mehr, was soll´s“, für ihn letztendlich eine Lapalie. Viel wichtiger war ihm, dass er bei seiner Tour durch die Donau auch <a href="https://wasserdreinull.de/" target="_blank" rel="ugc noopener noreferrer">wissenschaftlich begleitet </a>wurde, untersucht wurde die Belastung mit Mikroplastik entlang der Strecke, die Ergebnisse stehen bislang noch aus.</p><p>Rund 50 Kilometer ist Joseph <a href="https://www.mdr.de/video/mdr-videos/c/video-1654926.html" target="_blank" rel="ugc noopen