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Deep Dive: Gutes Sammeln, böses Sammeln – die neue Ausstellung im Naturhistorischen Museum Wien
Wie wuchs eine Sammlung von null auf gigantische 30 Millionen Naturobjekte an? Warum spiegelte die Architektur des Hauses schon im 19. Jahrhundert darwinistische Ideen wider? Wie geht das Museum mit problematischen Altbeständen wie menschlichen Gebeinen aus kolonialen Kontexten oder NS-Raubgut um?
Und vor allem: Dürfen Museen alles sammeln? Wo verläuft die Grenze zwischen wissenschaftlichem Entdeckergeist und ethischen Schattenseiten? Was unterscheidet unethisches Rauben von modernem, verantwortungsbewusstem Sammeln – Stichwort Nagoya-Protokoll und Citizen Science?
Anlässlich des 150-jährigen Gründungsjubiläums des Naturhistorischen Museums Wien blickt das Haus in der Sonderausstellung „Gutes Sammeln, böses Sammeln“ kritisch auf seine eigene 270-jährige Sammlungsgeschichte zurück. In dieser Episode spricht Host Andreas Fischer mit der Mikropaläontologin und Co-Kuratorin Dr. Anna Weinmann über diese und weitere Fragen.
Shownotes:
1. Offizielle Ausstellungsseite des NHM Wien:
[https://www.nhm.at/gutes_sammeln_boeses_sammeln](https://www.nhm.at/gutes_sammeln_boeses_sammeln)
2. Forschungsprojekt KolText zu kolonialen Erwerbskontexten:
[https://www.nhm.at/forschung/projekt_koltext](https://www.nhm.at/forschung/projekt_koltext)
3. Naturhistorisches Museum Wien im Lexikon der österreichischen Provenienzforschung:
[https://www.lexikon-provenienzforschung.org/naturhistorisches-museum-wien](https://www.lexikon-provenienzforschung.org/naturhistorisches-museum-wien)
4. Pressemitteilung zur Rückführung menschlicher Gebeine nach Hawaii:
[https://www.nhm-wien.ac.at/en/press/press_releases2022/repatriation_hawaii](https://www.nhm-wien.ac.at/en/press/press_releases2022/repatriation_hawaii)