Mordlust

← Mordlust30 Sept · 1 h 10 min

#253 Vergiftete Realität

#253 Vergiftete Realität30 Sept1 h 10 min

Inhaltswarnung: In dieser Folge spielen Suizidgedanken eine Rolle.

Es ist ein besorgniserregender Notruf, der die Polizei am 24. Januar 2020 erreicht: Am anderen Ende der Leitung meldet sich ein Mann, der angibt, sich stellen zu wollen. Er habe in einem Gasthaus soeben „blutrünstige Monster“ erschossen. Sofort macht sich ein polizeiliches Großaufgebot auf den Weg zu der Adresse. Dort wartet der Anrufer bereits auf die Einsatzkräfte – kniend und mit erhobenen Händen. Noch während die Polizist:innen ihm Handschellen anlegen, wird ihnen das Ausmaß der Tat bewusst: Der Mann hat sechs Menschen erschossen. Und sie waren keineswegs Fremde, sondern seine eigenen Angehörigen.

Was bringt einen Menschen dazu, die Waffe gegen seine eigene Familie zu richten? In dieser Folge von „Mordlust – Verbrechen und ihre Hintergründe“ sprechen wir über einen Fall, in dem sich genau diese Frage unweigerlich stellt. Wir rekonstruieren die Tat eines jungen Mannes, der überzeugt ist, selbst ein Opfer zu sein, und zeigen, wie eine vergiftete Realität zum Nährboden für einen tödlichen Plan wurde.

Expertin in dieser Folge: Psychiaterin Prof. Dr. Manuela Dudeck

**Credit**

Hosts: Paulina Krasa, Laura Wohlers

Producer: Paulina Krasa, Laura Wohlers und Jon Handschin

Redaktion: Paulina Krasa, Laura Wohlers, Jennifer Fahrenholz, Jon Handschin

Schnitt: Pauline Korb

Rechtliche Abnahme: „Abel und Kollegen“; Benedikt Müller

**Quellen (Auswahl)**

Landgericht Ellwangen - Urteil vom 10. Juli 2020